3 TORE REICHTEN NICHT FÜR PUNKTE | HCD Fanclub Fricktal

3 TORE REICHTEN NICHT FÜR PUNKTE

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3 TORE REICHTEN NICHT FÜR PUNKTE

Zwei mal hat der HC Davos am Freitagabend im Zürcher Hallenstadion geführt, nach 43 Minuten noch immer mit 3:2. Doch dann drehten die ZSC Lions die Partie mit zwei Treffern innert 33 Sekunden. Zwei Gegentreffer kassierten die Bündner in Unterzahl, dazu einen Shorthander. Für Davos traf Perttu Lindgren doppelt.

Er wünsche den ZSC Lions in dieser Saison viel Glück, meinte Raeto Raffainer an der Medienkonferenz vor der Partie, um gleich einzuschränken: „Aber erst ab Samstag.“ Die Zürcher erfüllten den Wunsch des HCD-Sportchefs jedoch nicht. Sie übernahmen sofort das Spieldiktat, trafen aber auf eine zwei Drittel lang gut organisierte Davoser Defensive. Es war auffallend, wie sehr die Bündner in der eigenen Abwehrzone Sorge zum Puck trugen und sich um Kontrolle bemühten. So waren es denn auch die Davoser, welche die erste glasklare Torchance hatten. In Unterzahl setzte Fabrice Herzog zu einem Konter an. Der frühere ZSC-Stürmer scheiterte bei seinem Solovorstoss jedoch an Torhüter Lukas Flüeler. Besser machte es eine knappe Minute später Perttu Lindgren, nun in Überzahl. Der Finne schoss nach energischer Vorarbeit von Benjamin Baumgartner zum Führungstreffer ein. Baumgartner hatte aufgrund seiner starken Leistungen in den letzten Trainings und Testspielen den Vorzug gegenüber Nando Eggenberger erhalten.

Im Mitteldrittel parierte HCD-Goalie Sandro Aeschlimann zunächst mirakulös gegen die ZSC-Ausländer Marcus Krüger (25.) und Garrett Roy (27.). Machtlos war der Davoser Torhüter danach gegen einen platzierten Weitschuss von Maxim Noreau (29.). In Anbetracht des Meisterschaftsauftakts zeigten beide Mannschaften bereits sehr gute Ansätze. Dass allerdings noch einiges zu tun bleibt, offenbarten die Gäste zum Beispiel im Powerplay. Dennis Hollenstein fing einen (Fehl-)Pass von Aaron Palushaj ab, worauf Simon Bodenmann den Konter zu einem Shorthander und folglich zum 2:1 für die Zürcher ausnützte (31.). Die Freude der Platzherren war allerdings nur von kurzer Dauer. 33 Sekunden später glich Marc Wieser nach einem feinen Querpass von Mattias Tedenby in Überzahl zum 2:2 aus (32.). Und für die Davoser kam es noch besser: Lindgren bezwang Flüeler nach dem schönsten Angriff des Abends in der 35. Minute mit einem platzierten Schuss zur erneuten Führung.

Zu Beginn des Schussdrittels verpassten es Palushaj und Marc Wieser gegen den stark klärenden Flüeler den Vorsprung auszubauen. Das sollte sich rächen. Noreau nutzte eine Zweiminutenstrafe gegen Otso Rantakari zum 3:3 (44.). Und nur 33 Sekunden später profitierte Pius Suter beim 4:3 davon, dass die Zuordnung in der Davoser Defensive für einmal nicht stimmte. Suter war es auch, der knapp drei Minuten vor Spielende mit einem Powerplaytreffer die Entscheidung für die Zürcher herbeiführte. Nur noch eine Zugabe war Bodenmanns Treffer zum Schlussresultat, 68 Sekunden vor Spielende, ins leere Davoser Tor.

Telegramm: ZSC Lions – Davos 6:3 (0:1, 2:2, 4:0)

Hallenstadion Zürich. –10'012 Zuschauer. –  SR Urban/Vikman, Fuchs/Schlegel.

Tore: 18.Lindgren (Baumgartner) 0:1. 29. Noreau (Marti) 1:1. 31. (30:32) Bodenmann (Hollenstein/Ausschluss Schäppi!) 2:1. 32. (31:25) Marc Wieser (Tedenby, Du Bois/Ausschluss Prassl) 2:2. 35. Lindgren (Marc Wieser) 2:3. 44. (43:53) Noreau (Roe/Ausschluss Rantakari) 3:3. 45. (44:26) Suter (Roe, Marti) 4:3. 57. Suter (Roe, Pettersson/Ausschluss Rantakari) 5:3. 59. Bodenmann (Wick) 6:3 (ins leere Tor).

Strafen: Je 6mal 2 Minuten.

ZSC Lions: Flüeler; Blindenbacher, Geering; Noreau, Marti; Trutmann, Berni; Sutter; Suter, Roe, Wick; Diem, Krüger, Pettersson, Bodenmann, Prassl, Hollenstein; Pedretti, Schäppi, Simic; Sigrist.

Davos: Sandro Aeschlimann; Rantakari, Paschoud; Guerra, Stoop; Du Bois, Jung; Kienzle; Herzog, Corvi, Ambühl; Marc Wieser, Lindgren, Baumgartner; Tedenby, Bader, Palushaj; Dino Wieser, Marc Aeschlimann, Egli; Frehner.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Chris Baltisberger (verletzt) und Phil Baltisberger (überzählig), Davos ohne Nygren, Buchli (verletzt), Hischier, Meyer (im Aufbau), Kessler, Eggenberger (überzählig), Barandun, Heinen (U20).

Timeout Davos (57:01) und bis 58:52 ohne Torhüter