Am Willen und Einsatz mangelte es nicht, aber ... | HCD Fanclub Fricktal

Am Willen und Einsatz mangelte es nicht, aber ...

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Am Willen und Einsatz mangelte es nicht, aber ...

29:18 zugunsten des HCD lautete am Samstagabend das Schussverhältnis, 6:1 für Lugano hingegen das deutliche Resultat. Der starke Gäste-Goalie Elvis Merzlikins trieb die ohnehin nicht mit Selbstvertrauen gesegneten Bündner mit seinen Paraden fast zur Verzweiflung.

Mit einer gelungenen Choreographie setzten die HCD-Fans vor dem Anpfiff ein starkes Zeichen. „Ob Final oder au am Strich, miar lönd eu nia im Stich“, schrieben sie in der Ostkurve des Stadions in grossen Lettern auf Transparente. Entsprechend motiviert traten die Davoser Spieler in der Anfangsphase auf. Nach 64 Sekunden scheiterte Marc Wieser an Elvis Merzlikins. Dann hämmerte Enzo Corvi den Puck an die Maske des Lugano-Goalies. Magnus Nygren traf nur den Pfosten (4.). Und auch für Shane Prince war Merzlikins Endstation. Bis zum ersten Schuss der Gäste auf das von Gilles Senn gehütete HCD-Tor dauerte es siebeneinhalb Spielminuten. Im Gegensatz zu den Platzherren schlugen die Tessiner dann aber eiskalt zu. Mauro Jörg traf völlig freistehend erstmals im Lugano-Dress in dieser Saison (14.). 59 Sekunden später erhöhte mit Dario Bürgler ein weiterer Ex-Davoser den Vorsprung. Es passte zu diesem Abend, dass Merzlikins unmittelbar vor dem 0:2 einen Nachschuss von Marc Wieser noch auf mirakulöse Weise pariert hatte. Kein Trost für die Platzherren war auch, dass das Schussverhältnis nach dem Startdrittel mit 9:4 deutlich zu ihren Gunsten lautete.

Auch im Mittelabschnitt hatten die Davoser deutlich mehr Schüsse (11:6), den dritten Treffer der Partie erzielte jedoch Giovanni Morini auf der Gegenseite. Unglücklich sah bei diesem Tor Senn aus. Ins Bild der aus HCD-Sicht missglückten Partie passte auch, dass bei der Entstehung des 0:3 ein klares Foul eines Lugano-Spielers nicht geahndet wurde. Ihre gnadenlose Effizienz im Abschluss setzten die Tessiner auch im Schlussdrittel fort. Nur 40 Sekunden nach der zweiten Pause prallte der Puck nach einem Pfostenschuss von Henrik Haapala von Senns Körper hinter die Torlinie. Vier Minuten später sorgte Bürgler mit dem 0:5 dafür, dass es für die Platzherren erneut eine Klatsche absetzte. Erst 98 Sekunden vor Spielende gelang Magnus Nygren das Ehrentor. Zwei Sekunden vor Spielende liess sich Bürgler mit seinem dritten Treffer an diesem Abend noch einen Hattrick notieren.

Nicht zu übersehen war – bei der sechsten Heimniederlage im siebten Heimspiel eigentlich logisch – das mangelnde Selbstvertrauen der HCD-Akteure. Am Willen und Einsatz mangelte es ihnen nicht, doch in zahlreichen Aktionen fehlten die Überzeugung ins eigene Können. In dieser mental schwierigen Verfassung müssen die Davoser am Dienstagabend auswärts zum Schicksalsspiel gegen den Tabellenletzten Rapperswil-Jona Lakers antreten.

Telegramm: Davos – Lugano 1:6 (0:2, 0:1, 1:3)

Vaillant Arena, Davos. – 4372 Zuschauer. – SR Salonen/Urban, Castelli/Wolf.

Tore: 14. (13:52) Jörg (Lapierre) 0:1. 15. (14:51) Bürgler (Loeffel) 0:2. 26. Morini (Loeffel) 0:3. 41. Haapala (Hofmann, Sannitz) 0:4. 45. Bürgler (Chorney) 0:5. 59. Nygren (Corvi) 1:5. 60. (59:58) Bürgler (Hofmann, Sannitz) 1:6.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos; 6mal 2 Minuten gegen Lugano.

Davos: Senn; Du Bois, Ambühl; Nygren, Paschoud; Heldner, Jung; Rödin, Corvi, Dino Wieser; Marc Wieser, Lindgren, Hischier; Pestoni, Bader, Prince; Egli, Aeschlimann, Meyer; Frehner.

Lugano: Merzlikins; Chiesa, Chorney; Wellinger, Ulmer; Vauclair, Loeffel; Riva, Ronchetti; Walker, Lapierre, Jörg; Haapala, Sannitz, Hofmann; Bürgler, Morini, Klasen; Fazzini, Romanenghi, Reuille.

Bemerkungen:  Davos ohne Stoop (wurde Vater), Sandell, Weder, Buchli (alle verletzt) und Lindbäck (überzähliger Ausländer). Lugano ohne Lajunen (krank), Cunti, Bertaggia und Sartori (alle verletzt). – 4. Pfostenschuss Nygren. – Timeout Davos (15.).