Davos findet den Tritt auch gegen Fribourg nicht | HCD Fanclub Fricktal

Davos findet den Tritt auch gegen Fribourg nicht

Artikel - Davos findet den Tritt auch gegen Fribourg nicht

Davos findet den Tritt auch gegen Fribourg nicht

Im vierten Heimspiel mussten die Davoser am Dienstagabend bereits zum dritten Mal in dieser Meisterschaft als klarer Verlierer vom Eis, diesmal nach einem 2:5 gegen Fribourg-Gottéron. Die Entscheidung fiel im Mitteldrittel, als die Gäste ihren Vorsprung von 1:0 auf 5:1 erhöhten.

Vor dem Anpfiff meldete der HCD einen temporären Transfer: Davos leiht Goalie Joren van Pottelberghe zumindest für vier Partien nach Dänemark an Rungsted Seier Capital aus. Beim Klub aus der höchsten Spielklasse in der 30 Kilometer nördlich von Kopenhagen gelegenen Stadt Rungsted soll der 21-Jährige zu Spielpraxis kommen. Nach der Verpflichtung des Schweden Anders Lindbäck kam van Pottelberghe in dieser Saison in der National League noch zu keinem Einsatz.

Die Partie gegen Fribourg begann für die Platzherren schon denkbar schlecht. Mit dem ersten Schuss erzielte Samuel Walser nach 62 Sekunden den Führungstreffer für die Gäste. Er dribbelte sich aussenherum an Magnus Nygren vorbei und erwischte danach Lindbäck zwischen den Beinschonern. Es war im sechsten Meisterschaftsspiel Walsers erstes Tor für seinen neuen Klub; die letzten fünf Saisons hatte er für den HCD gespielt. Die Davoser reagierten zwar, aber erfolglos. 14:5 zu ihren Gunsten lautete nach 20 Spielminuten das Schussverhältnis. Die besten Chancen zum Ausgleich verzeichneten Luca Hischier, Dino Kessler und kurz vor der Pause im ersten Powerplay erneut Hischier. Sie scheiterten jedoch an Fribourg-Goalie Reto Berra.

Und dann kam es wieder, das unsägliche Mitteldrittel. Mit Eigenfehlern brachten sich die Davoser in diesem Spielabschnitt wie schon gegen Ambri und die SCL Tigers um sämtliche Chancen auf einen Punktgewinn. Innert gut sieben Minuten kassierten sie drei unnötige Gegentreffer. Beim 0:2 verschiebte sich Lindbäck zu langsam und schob den Puck nach einem Schuss von Andrew Miller von der Seite ins eigene Tor. Den Konter zu Tristan Vauclairs 0:3 leitete Félicien Du Bois mit einem Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie ein. Und vor dem vierten Gegentor kassierten die Bündner eine Zweiminutenstrafe, weil gleich sieben (!) Davoser Feldspieler auf dem Eis standen. Diese Szene war symptomatisch für die völlig von der Rolle geratenen Gastgeber. Wenn es im Mittelabschnitt aus HCD-Sicht doch noch etwas Positives zu erwähnen gab, war es der erste Davoser Powerplay-Treffer in dieser Meisterschaft – auch wenn ein Freiburger Spieler den Puck nach einem Schuss von Shane Prince an die Latte ins eigene Tor ablenkte. Aber fünf Minuten später erhöhte Miller den Freiburger Vorsprung schon wieder.

Im Schlussabschnitt kam Andres Ambühl zu seiner Premiere als Verteidiger. Einen speziellen Akzent setzte der HCD-Captain mit einem kernigen Körpercheck gegen Walser. In der Offensive scheiterten Dino Wieser bei einem Solovorstoss sowie Lukas Stoop aus guter Postion an Berra. Und Thierry Bader schlug vor dem leeren Freiburger Tor im Powerplay über den Puck. Erst 24 Sekunden vor Spielende gelang Enzo Corvi in Überzahl doch noch etwas Resultatkosmetik.

Telegramm: Davos – Fribourg-Gottéron 2:5 (0:1, 1:4, 1:0)

Vaillant Arena. – 3856 Zuschauer. – SR Eichmann/Mollard.

Tore: 2. Walser (Sprunger) 0:1. 22. Miller (Holös) 0:2. 24. Vauclair (Holdener) 0:3. 28. (27:02) Lhotak (Sprunger, Furrer/Ausschluss Hischier) 0:4. 29. (28:35) Prince (Ausschluss Furrer) 1:4. 34. Miller (Sprunger) 1:5. 60. (59:36) Corvi (Ausschluss Rossi) 2:5.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Fribourg.

Davos: Lindbäck; Du Bois, Jung; Nygren, Paschoud; Stoop, Payr; Heldner; Pestoni, Corvi, Dino Wieser; Marc Wieser, Lindgren, Hischier; Egli, Ambühl, Prince; Kessler, Aeschlimann, Bader; Meyer.

Fribourg-Gottéron: Berra; Abplanalp, Furrer; Holös, Chavaillaz; Schneeberger, Schilt; Stalder; Mottet, Slater, Birner; Sprunger, Walser, Miller; Rossi, Bykow, Marchon; Holdener, Schmutz, Vauclair; Lhotak.

Bemerkungen: Davos ohne van Pottelberghe (bis 12. Oktober bei Rungsted Seier Capital/Dä), Sandell, Barandun, Portmann, Weder (alle verletzt), Buchli, Baumgartner, Frehner (alle Partnerteam Ticino Rockets), Fribourg ohne Marco und Sandro Forrer (beide überzählig). – Pfostenschuss Lhotak (27.). – Timeout Davos (24.).