Die HCD-Aktionäre sind mit dem Vorstand zufrieden | HCD Fanclub Fricktal

Die HCD-Aktionäre sind mit dem Vorstand zufrieden

Artikel - Die HCD-Aktionäre sind mit dem Vorstand zufrieden

Zielstrebiger als die Mannschaft auf agiert zurzeit beim HC Davos der Verwaltungsrat neben dem Eis. Gerade mal eine gute Stunde dauerte am Samstagnachmittag die Generalversammlung. Sämtliche Geschäfte wurden diskussionslos durchgewunken. Und der Verwaltungsrat wurde einstimmig wieder gewählt.

Gewohnt souverän, zielstrebig und mit Humor leitete Gaudenz Domenig die Versammlung. Rückblickend sprach der Präsident von „einer lehrreichen Saison mit einschneidenden Erkenntnissen.“ Im Bereich Sport sei die junge  Mannschaft mit ihren beiden jungen Torhütern nicht so weit gekommen wie erhofft. Die Fakten sind bekannt: Nach dem sechsten Platz in der Qualifikation scheiterte der HCD im Playoff-Viertelfinal an Biel. In der Champions League kamen die Davoser mit einer Niederlage in Wales nicht über die Gruppenphase hinaus. Im Schweizer Cup stiessen sie zwar bis in den Final vor, wo sie jedoch bei den zweitklassigen Rapperswil-Jona Lakers eine 2:7-Schlappe kassierten. „Eine sehr durchzogene, aber keine katastrophale Saison“, lautete Domenigs Fazit.

Knapp 172‘000 Franken Verlust

In der Jahresrechnung musste Domenig bei einem Betriebsaufwand von 26,7 Millionen Franken inklusive Spengler Cup einen Verlust von knapp 172‘000 Franken präsentieren. Der Zuschaueraufmarsch ging leicht zurück, primär weil der HCD im Vergleich zum Vorjahr keine Playoff-Halbfinal-Heimspiele bestreiten konnte. Konkret passierten in der Meisterschaft inklusive Playoff-Partien sowie beim Spengler Cup 201‘302 Personen die Drehkreuze in der Vaillant Arena, 17‘543 weniger als in der Saison zuvor. In der Champions League waren es 5772 Zuschauer weniger.

Die Zuschauereinnahmen betrugen gut 7,6 Millionen Franken, jene aus Werbung und Sponsoring 8,9 Millionen Franken. Mit knapp 3 Millionen Franken stehen auf der Erfolgsrechnung die Restauration (Vaillant Arena/Time-Out) und mit 2,26 Millionen Franken die Beiträge des Kristall Clubs und des Club ‘89 zu buche. Dank des neuen TV-Vertrags der Swiss Ice Hockey Federation mit UPC beliefen sich die Einnahmen aus SIHF und Champions League auf über 1,9 Millionen Franken. Die Einnahmen aus Werbung und Sponsoring bezeichnete Domenig als erfreulich, jene im Gastrobereich hätten den Erwartungen entsprochen. Die Nettoeinnahmen aus dem Spengler Cup bewegten sich auf dem Vorjahresniveau. „Sie sind auf hohem Niveau“, so Domenig.

Bei den Ausgaben betrug der Personalaufwand für die erste Mannschaft 9,46 Millionen Franken, praktisch gleich viel wie im Vorjahr. Die Personalkosten für das Management und die Restauration beliefen sich auf 4 Millionen Franken.

Vier strategische Ziele

Beim Ausblick, den strategischen Zielen, nannte Domenig vier Punkte: 1. Das sportliche Niveau halten, was konkret die Qualifikation für die Playoffs beinhaltet. 2. Wirtschaftlich ausgeglichen bleiben. 3. Den Spengler Cup konsolidieren und 4. die Nachwuchsförderung in der ganzen Region ausbauen. Der diesbezügliche Vertrag mit dem EHC Chur wurde erst kürzlich um drei weitere Jahre verlängert.

Sämtliche traktandierten Geschäfte wurden in der im Kongresszentrum von rund 200 Personen besuchten Versammlung einstimmig genehmigt. Einstimmig wurde auch dem gesamten Verwaltungsrat mit Gaudenz Domenig, Roberto Lombardini (Vizepräsident), Hanspeter Angerer, Arthur Decurtins, Heinz Saner und Urs Winkler weiterhin das Vertrauen ausgesprochen. Ebenso klar wurde der Vorstand des Vereins Hockey Club Davos mit Präsident Andrea Trepp sowie René Müller und Oliver Roth wieder gewählt.