Niederlage in Genf | HCD Fanclub Fricktal

Niederlage in Genf

Artikel - Niederlage in Genf

Gute Ansätze, aber wieder keine Punkte

Der HC Davos präsentierte sich am Freitagabend zwar stabiler als in manchen vorangegangenen Partien. Gleichwohl setzte es gegen Servette wegen Konter-Gegentreffern eine 1:4-Niederlage ab. Dario Meyer hatte zu Beginn des Schlussdrittels mit dem Anschlusstor zum 1:2 für die Bündner Hoffnungen keimen lassen.

Der HCD trat in Genf mit der gleichen Formation an, die am letzten Samstag gegen die ZSC Lions unglücklich mit 2:3 verloren hatte. Also mit Gilles Senn im Tor und der kompletten Ausländer-Sturmreihe Anton Rödin, Perttu Lindgren sowie Shane Prince. Da Magnus Nygren als „Söldner“ in der Davoser Defensive gesetzt ist, war Goalie Anders Lindbäck überzählig.

Beide Mannschaften bemühten sich im Startdrittel, die Fehlerquote tief zu halten. Deshalb entwickelte sich kein spektakulärer Schlagabtausch. Prompt führte dann kurz vor der ersten Pause ein Fehler zum Genfer Führungstreffer. Die Lindgren-Linie verlor in der Vorwärtsbewegung in der Mittelzone den Puck, worauf die Platzherren blitzschnell konterten. John Fritsche hatte nach einem präzisen Pass von Eliot Berthon keine Mühe, Senn zu bezwingen. Der HCD-Torhüter verhinderte in der Schlussphase des Startdrittels mit Paraden gegen Kevin Romy und Cody Almond einen noch grösseren Rückstand.

Zu Beginn des Mitteldrittels mussten die Davoser aus eigenem Verschulden bange Minuten überstehen. Zunächst brachte Claude-Curdin Paschoud wegen Reklamierens sein Team in doppelte Unterzahl, nachdem Yannick Frehner bereits einen hart sanktionierten „Zweier“ kassiert hatte. Danach fassten die Bündner wegen zu vielen Spielern auf dem Eis eine weitere Zweiminutenstrafe. Und kaum war auch diese Unterzahlphase überstanden, musste Rödin wegen eines Hakens auf die Strafbank. Die Davoser hielten sich im Boxplay erneut schadlos und kamen danach praktisch im Gegenzug zu einer grossen Ausgleichschance. Aber Andres Ambühl scheiterte bei einem Konter nach einem idealen Querpass von Rödin an Servettes Goalie Gauthier Descloux. Dies war umso ärgerlicher, als auf der Gegenseite Fritsche 37 Sekunden später einen schnellen Gegenstoss mit dem 2:0 für die Genfer abschloss.

In mehreren Angriffsaktionen liessen die Davoser die nötige Zielstrebigkeit im Abschluss vermissen. Wie man es tun sollte, demonstrierte zu Beginn des Schlussabschnitts Dario Meyer. Nach einem Rückpass von Marc Aeschlimann hämmerte der 21-Jährige den Puck mittels Direktabnahme zum Anschlusstreffer ins Genfer Tornetz (43.). Luca Hischier verpasste danach die Möglichkeit zum Ausgleich. Stattdessen erhöhte Timothy Kast im direkten Gegenzug den Vorsprung für Servette auf 3:1. Im Gegensatz zu diversen vorangegangenen Partien in der laufenden Meisterschaft resignierten die Bündner zwar nicht. Nach einem Wechselfehler auf Seiten der Gäste machte dann aber Floran Douay mit dem vieren Tenfer Treffer knapp vier Minuten vor Spielende alles klar.

Fazit: Der HCD erlitt seine vierte Niederlage in Folge. Gleichwohl zeigten die Bündner einige gute Ansätze. Sehr gut war das Boxplay. Selbst während insgesamt 149 Sekunden in doppelter Unterzahl liessen die Davoser keinen Gegentreffer zu. In der Offensive konnten sie allerdings das fehlende Selbstvertrauen nicht kaschieren. Gelegenheit, solches zu tanken, erhalten sie am Sonntag, sofern sie sich im Achtelfinal des Schweizer Cups auswärts gegen den B-Ligisten La Chaux-de-Fonds durchsetzen (Spielbeginn 13.30 Uhr).

Telegramm: Genève-Servette – Davos 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)

Les Vernets, Genf. – 5713 Zuschauer. – SR Eichmann/Oggier, Altmann/Kovacs.

Tore: 18. Fritsche (Berthon) 1:0. 32. Fritsche (Winnik, Romy) 2:0. 43. Meyer (Aeschlimann) 2:1. 45. Kast (Romy, Bozon) 3:1. 57. Douay (Simek) 4:1.

Strafen: 2mal 2 plus 10 Minuten (Wick) gegen Genève-Servette, 7mal 2 Minuten gegen Davos.

Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Vukovic, Fransson; Völlmin, Mercier; Bezina; Wick, Almond, Rod; Skille, Richard, Winnik; Bozon, Romy, Kast; Fritsche, Berthon, Douay; Simek.

Davos: Senn; Du Bois, Ambühl; Nygren, Paschoud; Heldner, Stoop; Jung; Pestoni, Corvi, Dino Wieser; Rödin, Lindgren, Prince; Marc Wieser, Bader, Hischier; Frehner, Aeschlimann, Meyer; Egli.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Bouma, Rubin und Wingels (alle verletzt), Davos ohne Lindbäck, Kessler, Payr (alle überzählig), Barandun, Sandell und Weder (alle verletzt), Buchli und Portmann (Ticino Rockets). – 26. Timeout Servette.